Tag der Querschnittslähmung

von Ayleen Sarecz und Josepha Franke (Klasse 7a)

Anlässlich zum Tag der Querschnittslähmung am 05. September 2017 besuchten die Klassen 7a und 7b im Rahmen des Ethikunterrichts mit Frau Eckert das Zentrum für Querschnittsgelähmte in Zscheckwitz. Unterm Dach der Klinik befindet sich ein großer Therapieraum für Querschnittsgelähmte. Dort wurden wir von einem Team aus Ärzten, Therapeuten und zwei Querschnittsgelähmten erwartet. Zunächst hielt der Arzt einen Vortrag über Menschen mit Querschnittslähmung. Er erklärte, dass bei einer Querschnittslähmung das Rückenmark geschädigt ist und man deswegen gelähmt ist. Man kann die Beine, im schlimmsten Fall auch die Arme, Hände, den Mund und die Finger nicht mehr richtig bis gar nicht bewegen. Dies kann ganz schnell passieren und viele Ursachsen haben, wie Badeunfälle, Verkehrsunfälle, Stürze aus großer Höhe oder Sportunfälle. Meistens geschehen die Unfälle im Zusammenhang mit Alkohol, einer Mutprobe, Leichtsinn oder Unachtsamkeit. In seltenen Fällen können auch Tumore, Entzündungen oder angeboren Fehlbildungen an der Querschnittslähmung schuld sein.

Anschließend erzählten und zwei Querschnittsgelähmte Männer von ihrem Leben. Wir erfuhren, dass ihr Leben im Rollstuhl nicht einfach ist und man bei vielen Dingen die Hilfe von anderen benötigt wird, z.B. beim Anziehen, Essen, Zähneputzen, Waschen usw. Es gibt viele Hilfen für diese Menschen mit der Einschränkung. Autos und Häuser müssen umgebaut werden oder extra Hilfsmittel, wie Spezialgriffe am Besteck kann man kaufen, um möglichst alleine zurecht zu kommen.

Später durften wir selbst testen, wie es sich anfühlt im Rollstuhl zu sitzen und haben uns an verschiedenen Hindernissen ausprobiert. Das Überwinden von Bordsteinkanten oder das Herauffahren von Rampen braucht ganz schön Übung, Kraft und Körperbeherrschung.

Mich hat sehr beeindruckt, wie diese Leute mit ihrer Behinderung umgehen und so offen darüber reden können. Die beiden Männer haben sich in den Alltag zurückgekämpft und denken sehr positiv. Ich habe aus dem heutigen Tag gelernt, dass man Menschen im Rollstuhl genauso beachten sollten wie Menschen, die laufen können. Außerdem sollte man nicht auf Behindertenparkplätzen parken, Rücksicht nehmen und erst helfen, wenn sie Hilfe möchten. Man soll nicht immer mit Leichtsinn handeln, nur weil man vielleicht jemanden etwas beweisen will. Der Tag war sehr interessant und spannend. Vielen Dank an das Team des Querschnittszentrums.